Da es sehr unterschiedliche Meinungen zu Tony Hawk: Ride gibt, will ich hier mal meine persönliche Meinung zu den Kritiken und dem Spiel selbst veröffentlichen. Bedenkt das dies nur eine Meinung von einem Fan dieser Reihe ist.
Vor etwa einem Jahr hörte ich das erste Mal von einem Nachfolger von der Tony Hawk Serie. Damals hieß es noch “Tony Hawk Adrenaline” und es war nur bekannt, dass sich mit diesem Teil endlich mal etwas grundlegendes ändern sollte, denn nach 10 sehr ähnlichen Spielen, war es wohl vor allem der Presse zu eintönig geworden. Ich und ich denke auch viele andere Fans hatten kein Problem gemacht, wenn man nochmal auf das grundlegende Spielprinzip von dem erfolgreichsten Spiel der Serie, Tony Hawk’s Pro Skater 2 zurück gegangen wäre, aber Activision wollte etwas ganz neues erschaffen. Der erste Schritt war sich von dem Entwicklerstudio Neversoft zu trennen und mit Robomondo einen ganz neuen eher unbekannten Partner für die Zusammenarbeit zu finden. Dann wurde auch relativ schnell bekannt, dass Tony Hawk: Ride mit einem Skateboard Controller ausschließlich gesteuert werden kann und ich denke daran
scheiden sich auch die Geister: Dieser Skateboard Controller ist vor allem am Anfang mit viel Lob überschüttet wurden, aber gerade jetzt wird dies oft als Kritikpunkt genommen. Wenn man ein Spiel mit einem so neuartigen Skateboard Controller ausliefert, kann man kein so umfangreiches Spiel, wie die Vorgänger entwickeln, denn der Hauptpunkt liegt, wie zum Beispiel bei der WII bei der Steuerung.
Dieser Skateboard Controller macht das gesamte Spiel sehr unterhaltsam und so wird es auch nicht langweilig das Spiel in allen drei Schwierigkeiten durch zuspielen. Die Schwierigkeitsgrade entscheiden sich hauptsächlich bei der Bedienung. Natürlich muss man nicht ansatzweise die Bewegungen auf dem Bildschirm selber machen, aber man benötigt schon viel Platz und Ausdauer um Tony Hawk: Ride zu bedienen.
Spielziele, um weitere Locations freizuschalten, sind zum Beispiel eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen oder eine Line in kurzer Zeit zu fahren. Tony Hawk: Ride spielt in 6 verschiedenen Locations, zum Beispiel in New York. Alle Locations sind in der Stadt und ganz nett gestaltet. Allerdings ist bei Tony Hawk: Ride wiedermal die Grafik nicht so bestechend. Großartiger Realismus kommt mit dieser Comic Grafik auch nicht rüber und das ist auch ein weitere nicht nachvollziehbarer Punkt: Am Anfang der Entwicklung wurde bekannt gegeben, dass TH Ride möglichst realistisch werden soll. Doch durch übertriebene Stunts und der Grafik hat man dies kaum geschafft. Wirklich stören tut das einem aber nicht. Die Musikauswahl ist wie gewohnt, sehr gut und motivierend. Mit entsprechender Lautstärke kann da auch schon etwas Skateboard Stimmung aufkommen.
Die Erklärungen sind zwar knapp gehalten, aber reichen vollkommen aus. Ein Online Modus gibt es auch, wo man mit bis zu 4 Skatern weltweit um die Wette Skaten kann. Zu zweit an einer Konsole ist aber nicht möglich. Aber auch abwechselnd zu fahren mit ein paar Leuten macht sehr viel Spaß. Das Menü ist übersichtlich, doch die etwas längeren Ladezeiten sind auf lange Dauer auch etwas nervig. Fehler im Spiel findet man noch ab und zu, aber da es fast alle zwei Tage Updates gibt, werden diese auch immer weniger.
Fazit: Mit Tony Hawk: Ride hat sich die “Tony Hawk’s Pro Skater” Serie wirklich geändert. Gerade das neue Board macht das Spiel für viele Spieler, die die Serie aber noch nicht spielten sehr interessant. Wer an Spielen wie WII Fit Spaß hat oder schon immer mal ein richtig interaktives Konsolen Spiel ausprobieren wollte, der bekommt mit Tony Hawk: Ride ein “gutes” Spiel ausgeliefert, dass zwar nicht mit der Kompaktheit glänzen kann, aber durchaus etwa 25 Stunden Spielspaß pur liefert.
Wer aber nach einer Fortsetzung von der Tony Hawk’s Serie sucht wird mit Tony Hawk: Ride enttäuscht werden, da es keine Ähnlichkeit mehr zu den Vorgängern der Serie gibt. Außer das Brett mit den vier Rädern…